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Ordensinfo

Die karnevalistische Auszeichnung vom Donnerberg

 

Unsere Sessionsorden sind und waren anerkanntermaßen seit jeher kleine Meisterwerke, wobei in den ersten Jahren unser Vereinsemblem - der Donnerberger Sender - in verschiedenen Ausführungen als Ordensmotiv diente.

In den folgenden Jahren gab dann das aktuelle Tagesgeschehen die Anregungen für die Gestaltung der begehrten Karnevalsauszeichnung.

Die Orden sind auch heute noch ein Kostenfaktor von erheblichem Ausmaß im Etat einer jeden Gesellschaft. Dass wir seit vielen Jahren von diesem Kostenfaktor fast unabhängig sind, verdanken wir unserem langjährigen 1.Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden Toni Kaußen, der erstmals 1977 Kopien eines gekauften Ordens im heimischen Hobbykeller anfertigte.

Nachfolgend nur einige Beispiele für die Motivfindung unserer Orden:

Big Bens (Bürgermeister Kuckelkorn) Dauerhit „Et floch en Fott dat Daach erop“ im Januar 1978 war eine Meisterleistung, die aber nur der Anfang sein sollte.

Schon 1979, als Bernhard Kuckelkorn mit dem damals amtierenden Prinzen Arndt I. ( Arndt Hamacher ) ins Tonstudio ging, um Stolberger Karnevalslieder auf Platte zu pressen, brachten die Wenkbülle, sprich Toni Kaußen, die „Goldene Schallplatte - Haste Töne“ heraus.

Ein, bei einem Kinderfest, vom Präsidenten Hein Ostländer in scherzhafter Weise aufgesetzter Federschmuck (ausgeliehen vom aufgetretenen Artisten TACOMA) war 1982 Ordensmotiv. „30 Jahre Häuptling“ war der Untertitel dieses Ordens, der sagte, dass Hein Ostländer 30 Jahre die Geschicke der Gesellschaft leitete.

Gerüchte um den Verkauf der Ketschenburg Brauerei im Jahre 1986 erwirkten nach Rücksprache mit der Geschäftsleitung des Stolberger Brauereibetriebes den Motivorden „Es wird noch Ketsch in 100 Jahren geben“ - und was ist daraus geworden?!

Immer wieder taucht unserer Wahrzeichen in unseren Orden auf. So auch 1993 als der WDR auf dem Donnerberg einen neuen Sender installierte, mit einem zwischen altem und neuem Sender fröhlich springenden Wenkbüll und dem Ordenstitel „Mer krijje ene Neue“.

Ein Jahr später, bezogen auf die Klagen der Anwohner rund um den Sender, ob der bei Wind sich stark entwickelnden pfeifenden Geräusche mit der närrischen Feststellung „Sende darf hä‘- flöte net!" Motiv pfeifender Sender hinter der Donnerberger Kirche.

Zu den Jubiläen entwarf und fertigte Toni Kaußen immer wieder prunkvolle, mit glitzernden, bunten Strasssteinen besetzte Orden in Kreuzform, die die jeweilige Jubiläumsjahreszahl enthielten.

Besonders erwähnenswert ist ein einmaliger Entwurf aus der Ordenswerkstatt unseres Ehrenvorsitzenden und Ordenkanzlers. 1984 entwarf und fertigte er für viele Jahre den „Verdienstorden des Komitees Stolberger Karneval“. Ein Orden, wie er besser nicht von einem Profi hätte gestaltet werden können. Er verrät in seiner Ausführung bis in Detail die meisterliche Hand und viel Hingabe. Dieser Orden wird seitdem jedes Jahr in allen Gesellschaften des Komitees Stolberger Karneval vom Komiteevorstand an überaus verdiente Mitglieder und an bedeutende Förderer und Gönner des Stolberger Karnevals in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft verliehen.

Für all seine Arbeiten in den 57 Jahren seiner Mitgliedschaft gilt dem leider verstorbenen Toni Kaußen unser aller Dank und große Anerkennung für sein selbstloses Wirken zum Wohle unserer Karnevalsgesellschaft und des Brauchtums.

Nach Jahren des Stillstands, fertigen einige Mitglieder seit der Session 2010/11 wieder diese Auszeichnung in Handarbeit an. Frühzeitig wird sich in gemütlicher Runde getroffen, um den Entwurf für die neue Session zu besprechen. Vorgestellt und mit Spannung erwartet (heute wie früher), wird dieser "Neue" dann wie immer beim Ordenssoiree. Dieses findet wie in den letzten Jahren zusammen mit der Sessionseröffnung statt.

 

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