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Der diesjährige Sessionsorden 2016/2017

"Liebe Ehrenkommandant Hans Wenn, liebe Ehrensenatoren, liebe Gäste und Mitglieder der Wenkbülle-Familie, 

ich begrüße Euch ganz herzlich zu unserer diesjährigen Ordenssoirée. Wie Ihr am Tageslicht, welches nicht mehr vorhanden ist, erkennen könnt, haben wir uns zum einen einen Samstag für unser Ordensfest ausgesucht, zum anderen einen Abend. Warum, werdet Ihr Euch fragen? Warum weicht eine Traditionsgesellschaft im Alter von 65 Jahren von Traditionen ab?

Die Antwort ist recht einfach. Es war ein düsterer Samstag abend vor 50 Jahren als den ehemaligen Führungspersönlichkeiten der Gesellschaft „de Wenkbülle“ auf die Idee kamen, eine Kinder- und Jugendgruppe ins Leben zu rufen. Sie hatten erkannt, wie wichtig und unablässig es ist, den karnevalistischen Nachwuchs zu betreuen und die Werte, die uns so wichtig sind, direkt aus erster Hand weitergeben zu können. Dabei ging es nicht nur um die eigenen Kinder, sondern vielmehr auch um die anderen Kinder im Dorf und drumherum. Seit dieser Zeit sind die Kinder und Jugendlichen uns immer ein besonderes Anliegen gewesen. Sie sind unsere Vergangenheit und unsere Zukunft, sie sind der Motor und Garant für eine kontinuierliche Fortführung unserer alten Traditionen gepaart mit dem neuen Schwung der Modernen. Denn eines ist klar und wichtig zu erwähnen. Gerade im Bereich der Kinder- und Jugendlichen ist es wichtig beim Fortschritt mitzuhalten. Stillstand bedeutet Rückschritt. 

Die heutige Zeit ist geprägt von großer Arbeitslast der Eltern, chronischem Zeitmangel und eine Schieflage beim Thema Work-Life-Balance. Kinder- und Jugendliche verbringen mittlerweile mehr Zeit in Schule und mit Hausaufgaben als mit dem noch in meiner Generation beliebten „Try and Error“. Rausgehen, hinfallen, aufstehen, weiterprobieren. Hier müssen wir mittelfristig als Verein Lösungen bieten. Karneval macht Spaß und der karnevalistische Tanz macht Spaß. Das Leben in einer sozialen Gruppe ist pädagogisch wertvoll und auch sinnvoll, der wöchentliche Sport fördert den natürlichen Bewegungsdrang der Kinder… aber vielerorts gilt der Karneval auch als antiquiert und altbacken. Das dem nicht so ist, müssen wir kontinuierlich unter Beweis stellen und immer offen sein für Veränderungen. Wobei wir bei Veränderungen nicht von unserer Tradition und unseren Werten abweichen werden. Das ist die Kunst und das ist die Herausforderung. 

Warum erzähle ich das alles? Wir haben unseren Orden in diesem Jahr unter dem Motto unseres Jubiläums gestellt. 50 Jahre Kinder und Jugendliche zu betreuen ist wie beschrieben nichts, was man im Vorbeigehen mal ebenso macht. Mitunter haben die amtierenden Jugendleiterinnen und Jugendleiter eine höheres Arbeitspensum als der restliche Vorstand. Da gilt es Termine zu koordinieren, Ansprechpartner der Eltern zu sein, Trainer zu finden und zu organisieren und bei allem was schief gehen kann, in der Lage zu sein, richtige Lösungen zu finden. Dafür gilt unser größter Respekt. 

Nun möchte ich unseren Ordenskanzler, Rolf Rednak, auf die Bühne bitten."